Wahrscheinlich fing es mit unserem PEDRO an ;-)

2006, einer der wenigen gemeinsamen Urlaube mit meinem Ehemann, verbrachten wir auf einer Hacienda in Arcos de la Frontera.

Ich war schon öfter dort, bisher immer zum Reiten, und kannte den Besitzer, PEDRO KLEINHANS, mittlerweile schon ziemlich gut.

Meinem Mann gefiel es dort sehr gut und bei einer seiner „Entdeckertouren“ entdeckte er eine Zwingeranlage. In einem der Zwinger befand sich ein Hund (wie wir heute wissen, ein BODEGUERO, nämlich „unser“ DON PEDRO), der sich unendlich freute Jemanden gefunden zu haben, der mal mit ihm spricht bzw. mit dem er überhaupt mal Kontakt haben kann L

Der Zwinger, in dem sich der „Kleine“ befand, war voller Kot, KEINE Decke o.ä. (d.h. nackter Betonboden), das Wasser schon grün L Er freute sich wie ein „Schneekönig“, wenn mal ein Mensch an seinem Zwinger vorbeiging.

Eigentlich hatten mein Mann und ich beschlossen, dass wir uns nicht um den Kleinen kümmern wollten, weil es dann für ihn nur umso grausamer wäre, wenn wir wieder in Deutschland sind und Niemand mehr kommt, um sich um ihn zu kümmern L

Aber irgendwann wurde mein Mann, dem diese Art von Hunden  grundsätzlich gut gefiel, doch schwach und er fragte den Besitzer, ob er nicht mal mit dem Kleinen spazieren gehen könne ;-) Dieser erwiderte, DEN könnt Ihr auch ganz mit nach Deutschland nehmen!

Nach dieser Aussage fingen wir an zu überlegen, z.B. dass unser Hundebestand sowieso in absehbarer Zeit schwinden würde und der Kleine ja klein wäre J

Hinzu kam noch, dass der Schwager des Besitzers Tierarzt war und den Kleinen entsprechend auf die Reise vorbereiten würde!

Tja, wie es ausgegangen ist, könnt Ihr Euch bestimmt denken ;-)

Heute, im Herbst 2012, haben wir „Don Pedro“ 6 Jahre und er ist mein absolutes Goldstück!!!

Nachdem „Pedro“ zu unserem Rudel gehörte, entdeckte ich später, dass er eigentlich zu einer „richtigen“ Rasse gehörte und bewegte mich in diversen Foren. Das hatte zur Folge, dass ich auch von Tötungsstationen erfuhr.

Als dann in einer Solchen jemand gesucht wurde, der einen Bodeguero (von der Tötungsliste) wenige Tage in Spanien aufnehmen musste, bis Dieser fliegen konnte, zermarterte ich mir den Kopf und es fiel mit eine Bekannte ein, die ich während meiner „Reitkarriere“ kennen lernen durfte und ich schrieb sie an.

SABINE WESSELN, so hieß die Dame, war damals Eigentümerin der ehemaligen Nobel-Hacienda „EL BOYAL“ und mir war bekannt, dass sie auch immer mal Hunde aufnahm ;-)

Nachdem ich sie angeschrieben habe, bekam ich auch schnell eine Antwort:
Sie könne dies machen, aber um ihren Bestand der Hunde nicht extrem in Höhe schnellen zu lassen, da sich ansonsten ihre Reitgäste belästigt fühlen würden, müsse ich bei meinem nächsten Aufenthalt in Spanien, einen Hund von ihr mitnehmen.

Also hatte ich wenige Wochen später meinen ersten Pflegehund und war infiziert, was diese tolle Hunderasse und das „Hundeleben retten“ der armen Nasen in Spanien betraf …

Ich war dann die ersten Monate „nur“ als Pflegestelle für Organisationen aktiv, aber nachdem ich mich dann intensiv mit der „Materie“ beschäftigt hatte und die letzte ORGA (für die ich bis Anfang 2011 aktiv war) von mir bzw. der spanischen Tierschützerin verlangte, dass von den 3 Hunden, die ich aussuchen sollte, 2 FILARIEN“ hatten und wieder in die Tötung sollten, beschloss ich, die Behandlungskosten der beiden Hunde selber zu tragen und dann auch für Diese ein Zuhause zu suchen.

Übrigens, die 2 Hunde fanden relativ schnell ein festes Zuhause, der DRITTE war TIMBA und blieb bei uns, da zu dieser Zeit gerade meine Tochter auszog und somit ein Platz frei wurde ;-) 

                     

          damals in Gesser                          heute smiley

 

Und zum Thema MMK, zu denen auch die FILARIA gehört:


Nach meiner Meinung wird diesem Thema, gerade hier in Deutschland (da nicht ausreichend Kenntnisse hier bestehen, denn eigentlich gibt es diese Krankheiten in D nicht) viel zu viel Bedeutung beigemessen!!!

Ist der Hund jung und zudem noch in einem guten Zustand, kommt er in der Regel hervorragend damit zurecht!!!
Das A und O ist ein intaktes Immunsystem, dass auf jeden Fall gestärkt werden sollte nach dem Stress der Reise nach Deutschland.
Außerdem sollte jeglicher Stress oder auch Krankheiten vermieden werden.

Mein Pedro hatte damals EHRLICHIOSE. Mein 1: Pflegehund „Teddy“ hatte Babesiose. Beides ist gut mit Antibiotika über längere Zeit behandelbar und bei dem später erfolgten Nachtest waren beide Hunde NEGATIV :-)

FILARIEN sind auch behandelbar, vor allem wenn die Hunde noch jung sind!
Die Behandlung selber ist nur für den Hund sehr belastend und die Hunde sollten nach Behandlung und das ist ganz wichtig!!!, bis zu 4 Wochen ruhig gehalten werden, denn es besteht eine erhöhte Trombosegefahr!!!

LEISHMANIOSE, das Schreckgespenst in Deutschland schlechthin, hat für mich auch weitestgehend ihren Schrecken verloren, Voraussetzung der Hund macht einen sehr guten Eindruck!!!
Mittlerweile können Hunde sich außerdem auch in Deutschland mit dieser Krankheit infizieren!